Fairwalter Glossar: Alle Software-Funktionen und Fachbegriffe auf einen Blick
Willkommen im Fairwalter Glossar! Die digitale Immobilienbewirtschaftung bringt viele spezifische Fachbegriffe und Systemfunktionen mit sich. Um Ihnen den Einstieg und die tägliche Arbeit mit unserer Software so einfach wie möglich zu machen, haben wir hier die wichtigsten Begriffe für Sie zusammengefasst. Egal, ob Sie nach der Bedeutung eines buchhalterischen Begriffs suchen oder wissen möchten, wofür eine bestimmte Funktion in Fairwalter genau gedacht ist – in dieser Übersicht finden Sie schnelle und verständliche Antworten. Zu jedem Eintrag haben wir zudem direkt die passende Schritt-für-Schritt-Anleitung (➡️) verlinkt, damit Sie bei Bedarf sofort in die praktische Umsetzung starten können.
A
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Abnahme App: App (iOS, Android, Windows) für die digitale Dokumentation von Wohnungsübergaben.
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Administrator:in: Höchste Benutzerrolle; darf Mandate, Liegenschaften und Benutzer verwalten.
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Akonto: Monatliche Nebenkostenvorauszahlung der Mieter, die am Jahresende mit den tatsächlichen Kosten verrechnet wird.
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Ansprechperson: Kontakt, der auf generierten Dokumenten (Rechnungen, Briefe) adressiert wird.
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Assets: Inventar oder Anlagegüter (z. B. Backofen, Waschmaschine), die einem Raum zugeordnet und mit Dokumenten/Garantien versehen werden können.
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Aufgaben / To-Do: Internes Aufgabenmanagement-Tool in Fairwalter mit Fälligkeitsdaten und Zuweisung an Benutzer.
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Auskunftsbegehren: Funktion, um alle gespeicherten Stammdaten eines Mieters für den Datenschutz (DSG) als Export bereitzustellen.
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Automatische Sollstellung: Systemfunktion, die an einem definierten Tag im Monat die Mietzinsrechnungen selbstständig generiert.
B
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Bankabgleich: Modul zum Importieren von Bankdateien, um Zahlungen automatisch mit Rechnungen zu verknüpfen.
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Bankdatei (Pain.001): Export-Datei aus Fairwalter, um erfasste Kreditorenrechnungen im E-Banking zur Zahlung in Auftrag zu geben.
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Belege: Sammelbegriff für hochgeladene PDF/JPG-Rechnungen, Verträge oder manuell angehängte Dokumente in der Buchhaltung.
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Benutzer:in (Rolle): Eingeschränkte Rolle, die nur auf zugewiesene Mandate zugreifen und dort z.B. Sollstellungen machen darf.
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Bilanz: Übersicht von Aktiven und Passiven pro Liegenschaft.
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Buchungsdatum: Das Datum, an dem ein Vorgang in der Buchhaltung wirksam wird (wichtig für die Periodenabgrenzung).
C
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Camt.053 / Camt.054: Standardisierte Bankformate, die in Fairwalter für den Bankabgleich hochgeladen werden können.
➡️ Bankabgleich
D
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Dashboard: Startseite in Fairwalter mit KPIs wie Leerstandsquote, offenen Aufgaben und Finanzübersicht (Bruttorendite, CFROI).
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Datum Erstvermietung: Startdatum in den Objekt-Stammdaten; ab diesem Tag werden Leerstände und Verträge in der Buchhaltung geführt.
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Debitorenrechnung: Von Fairwalter generierte Ausgangsrechnung (z. B. für Miete oder Schadenersatz) an einen Mieter.
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Dienstleister: In Fairwalter erfasste Handwerker, Hauswarte oder Firmen, die Objekten oder Schadensfällen zugewiesen werden können.
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DTA-VKA: Schnittstellen-Format (XML) zum Export/Import von Verbrauchsdaten mit externen Ablesefirmen (Heizung/Wasser).
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Duplikate (Bankabgleich): Vom System erkannte, potenziell doppelte Transaktionen, die vor der Verbuchung manuell geprüft/entdupliziert werden müssen.
E
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EGID / EWID: Eidg. Gebäude- und Wohnungsidentifikatoren des Bundesamts für Statistik zur eindeutigen Zuordnung in den Stammdaten.
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Eigentümerkonto: Buchhaltungskonto (meist 2850-2855) und Bankkonto zur Abwicklung von Auszahlungen an den Liegenschaftsbesitzer.
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Einschreiben: Option im Vorlagenmanager, um generierte Briefe mit dem Vermerk "Einschreiben" zu versehen.
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Erfolgsrechnung: Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag zur Ermittlung von Gewinn oder Verlust einer Liegenschaft.
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Eröffnungssaldo: Der ins neue Geschäftsjahr übertragene Anfangsbestand eines Kontos (z. B. für das Bankkonto).
F
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Familienwohnung: Checkbox im Mietvertrag; erfordert bei Kündigungen rechtlich zwingend separate Schreiben an beide Ehe-/Konkubinatspartner.
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Fälligkeit: Das Datum, bis zu dem eine Aufgabe in Fairwalter erledigt sein muss (Färbt sich rot bei Überschreitung).
G
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Globaler Filter: Navigations-Tool oben links, um alle Ansichten (Buchhaltung, Verträge etc.) auf ein spezifisches Mandat oder Gebäude einzugrenzen.
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Gutschrift: Bereich bei den Kreditoren, um Rückvergütungen (z. B. von Versicherungen) als Einnahme zu verbuchen.
H
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Hauptvertrag: Der primäre Mietvertrag (z. B. für eine Wohnung), an den Nebenverträge (z. B. Parkplatz) angehängt werden können, um eine gemeinsame Rechnung zu erzeugen.
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Heiztage: Abrechnungsmethode für Nebenkosten bei unterjährigen Auszügen, basierend auf den Erfahrungswerten des Mieterverbands.
I
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Indexwerte: Ziffern des Landesindexes der Konsumentenpreise, die bei indexierten Mietverträgen für Anpassungen hinterlegt werden.
J
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Jahresabschluss: Prozess zum Generieren aller Finanzdokumente (Bilanz, Journal, Kontenblätter) als ZIP-Datei, inkl. automatischem Gewinnvortrag.
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Journal: Chronologische Auflistung aller Buchungssätze einer Liegenschaftsbuchhaltung.
K
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Kaufmännisches Runden: Funktion bei der Mietzinsanpassung, um berechnete Beträge automatisch auf z. B. 0.05, 0.50 oder 1 CHF zu runden.
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Kautionskonto: Spezielles Bankkonto für das Mietzinsdepot des Mieters.
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Konsolidierung: Funktion (ab Professional-Paket), die alle Liegenschaften eines Mandats zu einer übergreifenden Bilanz und Erfolgsrechnung zusammenfasst.
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Kontenblatt: Detaillierte Auflistung aller Buchungen auf einem spezifischen Buchhaltungskonto (exportierbar als PDF/Excel).
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Kontoinhaber:in: Höchste Ebene eines Fairwalter-Accounts (Verwaltet Abos, Einstellungen und darf Kontenpläne anpassen).
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Kreditoren-KI (AI-Assistent): Künstliche Intelligenz, die beim Rechnungs-Upload Daten wie Datum, Betrag und IBAN automatisch ausliest – auch ohne QR-Code.
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Kreditorenrechnung: Eingehende Lieferanten- oder Handwerkerrechnung.
L
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Lebensdauertabelle: In der Abnahme-App hinterlegte Tabelle (paritätisch), um bei Mieterschäden den Restwert und somit den fairen Kostenanteil des Mieters zu berechnen.
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Leerstand / Leerstandsbuchung: Automatisch generierte Buchung in Fairwalter (z. B. auf Konto 3090), wenn für ein Objekt kein aktiver Mietvertrag besteht.
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Liegenschaft: Haupteinheit der Stammdaten (besteht aus Gebäuden und Mietobjekten). Jede Liegenschaft führt eine eigene, separate Buchhaltung.
M
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Mahnstufe / Mahnwesen: Modul zur Verwaltung säumiger Mieter inkl. Generierung von PDF-Mahnungen.
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Mandat: Entspricht meist dem Liegenschaftseigentümer. Benutzer müssen in Fairwalter explizit Mandaten zugewiesen werden, um dort arbeiten zu können.
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Mieterbankkonto: Bankverbindung des Mieters, hinterlegt in den Kontaktdaten für Auszahlungen (z. B. aus Nebenkostenabrechnung).
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Mieterausstände: Buchhaltungskonto 1100; zeigt an, welche Beträge von Mietern im System gefordert, aber noch nicht bezahlt wurden.
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Mieterliste / Mieterspiegel: Excel- oder PDF-Export aller Mietverhältnisse zu einem Stichtag oder über einen Zeitraum (auch anonymisiert exportierbar).
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Mietobjekt: Die kleinste vermietbare Einheit (Wohnung, Parkplatz, Bastelraum).
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Mietzinskonto (Operativ): Das zentrale Bankkonto einer Liegenschaft (z. B. Bank 1, PostFinance) für den operativen Zahlungsverkehr.
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Mietzinsverlust: Buchhaltungskonto 3099; wird genutzt, um Forderungsausfälle buchhalterisch korrekt auszugleichen.
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MWST-pflichtig: Option in Verträgen (z. B. für Gewerbe), durch die bei der Sollstellung automatisch die Mehrwertsteuer auf die Nettomiete aufgeschlagen und auf Konto 2201 verbucht wird.
N
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Nebenvertrag: Ein an einen Hauptvertrag gekoppelter Vertrag (z. B. Garage, Abstellplatz).
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Nebenkostenkonto: Ein Konto (Abrechnungs-Container), das mit Buchhaltungskonten verknüpft wird, um die gesammelten Kosten nach einem bestimmten Verteilschlüssel auf die Mieter umzulegen.
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Nettomiete: Der Grundmietzins ohne Nebenkosten und ohne Mehrwertsteuer.
O
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Offene Posten (OP): Rechnungen (Debitoren oder Kreditoren), die verbucht, aber noch nicht bezahlt sind.
P
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Pauschale (Nebenkosten): Fixer Nebenkostenbetrag (Konto 3601), der im Gegensatz zum Akonto nicht jährlich im Detail nachabgerechnet wird.
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Periode sperren: Funktion im Jahresabschluss, die verhindert, dass nachträglich Falschbuchungen in ein abgeschlossenes Jahr gemacht werden.
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Platzhalter: Variablen im Vorlagenmanager (z. B.
[Mieter.Name]), die beim Generieren von PDFs automatisch mit den entsprechenden Stammdaten befüllt werden.
Q
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QR-IBAN: Spezielle IBAN (Ziffer 3 an fünfter Stelle), die zwingend für die Generierung von QR-Einzahlungsscheinen in Fairwalter erforderlich ist.
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Quickschild: Partner-Integration zur direkten und automatisierten Bestellung von Briefkasten- und Sonnerieschildern aus Fairwalter heraus.
R
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Rechnungsaufteilung: Funktion bei Debitoren, um eine Überbezahlung des Mieters einer anderen offenen Rechnung des gleichen Mieters umzubuchen/gutzuschreiben.
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Rechnungsdatum: Offizielles Ausstellungsdatum eines Belegs (im Gegensatz zum Buchungsdatum, das die finanzielle Periode bestimmt).
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Rückvergütung: Auszahlung eines Guthabens (z. B. aus der Nebenkostenabrechnung) an den Mieter.
S
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Saldoliste (FIBU / Mieter): Export-Dokument, das die aktuellen Stände aller Finanz-Konten (FIBU) oder die Ausstände/Vorauszahlungen aller Mieter auflistet.
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Schadensfall / Schadensreport: Modul zur Dokumentation von Mängeln. Daraus kann ein PDF-Report für Handwerker oder Versicherungen generiert und Rechnungen an Mieter abgeleitet werden.
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Solidarisch haftend: Vertragspartei (Rolle im Mietvertrag), die für die Miete haftet, aber nicht zwingend im Objekt wohnt (z.B. Sozialamt).
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Sollstellung: Der Prozess (manuell, semi-automatisch oder vollautomatisch), bei dem Fairwalter die Debitorenrechnungen für Miete und Nebenkosten für einen bestimmten Monat in der Buchhaltung erstellt.
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Standard-Mietzinskonto: Das Bankkonto, das als primäres Empfängerkonto auf den QR-Rechnungen einer Liegenschaft oder eines Objekts abgedruckt wird.
T
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Tags (Dokumentenablage): Schlagworte (z. B. nach Liegenschaft, Mietobjekt oder Vertrag), mit denen hochgeladene Dateien verknüpft werden, um sie in Fairwalter schnell wiederzufinden.
U
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Überbezahlung: Status einer Debitorenrechnung, bei der der Zahlungseingang (via Bankabgleich) grösser war als der eigentliche Rechnungsbetrag.
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Unterschriftsblock: Ein- oder ausblendbares Element im Vorlagenmanager für Dokumente, die zwingend von Mietern unterzeichnet werden müssen.
V
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Verteilschlüssel: Ein in Fairwalter definierter Parameter (z.B. Fläche, Volumen, Zimmer), nach dem die gesammelten Nebenkosten auf die einzelnen Mietobjekte verteilt werden.
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Verwaltungshonorar: In Fairwalter automatisch berechnetes Honorar für die Verwaltung (als Pauschale oder als % der Ist/Soll-Miete), das als Kreditorenrechnung erzeugt wird.
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Vorjahresvergleich: Funktion in der Bilanz/Erfolgsrechnung, die die Zahlen der aktuellen Periode direkt den Beträgen des Vorjahres gegenüberstellt (als PDF/Excel exportierbar).
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Vorlagenmanager: Tool zur Personalisierung von Briefköpfen, Logos und Texten für Verträge, Kündigungen und Formulare (verfügbar ab Basic-Paket).
W
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Walter (KI): Der KI-Support-Assistent, der unten rechts in der App Fragen zur Softwareanwendung auf Basis des Helpcenters beantwortet.
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Warteliste: Modul, um Interessenten für spezifische Mietobjekte inkl. Notizen zu Präferenzen zu erfassen und zu verwalten.
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Wohnungsausweis: Kantonales Formular (z. B. in ZH) mit amtlicher Wohnungsnummer (EWID), das dem Mieter bei Einzug für die Gemeindeanmeldung ausgehändigt wird.
Z
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Zahlungseingang / Zahlungsausgang: Buchhalterische Zuordnung von Geldbewegungen zu den entsprechenden Debitoren- oder Kreditorenrechnungen.
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ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch): Abrechnungsmodell für lokal produzierten Strom. In Fairwalter können hierfür (unter Beachtung einiger Einschränkungen) einfache Abrechnungen abgebildet werden.
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Zinsli: Partner-Integration in Fairwalter, über die Mietzinsdepots komplett digital und für den Mieter kostenfrei eröffnet und verwaltet werden können.
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Zusammenführen: Funktion bei Bankkonten oder Kreditorenrechnungspositionen, um Dubletten im System zu verschmelzen, ohne Daten zu verlieren.